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Huforthopädie
Michael Strussione
Huforthopäde DHG
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 Telefon +49 (0) 6128 609678

Achtung Hufrehegefahr!

Das Hufrehe-Risiko steigt in diesen Tagen überdurchschnittlich. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist nicht der Eiweißüberschuss Auslöser der Rehe, sondern eine Störung im Säure-Basenverhältnis des Dickdarmes. Durch die übermäßige Zufuhr von stärkehaltigem Kraftfutter oder auch größeren Mengen jungen Weidegrases (Fruktangehalt) werden Zucker und Kohlenhydrate mikrobiell zerlegt. Dies führt zu einer Veränderung der Darmflora. Neben der Bildung von Milchsäuren sinkt der ph-Wert im Darm.

Diese Übersäuerung des Darmes kann Rehe auslösend sein. Erkennen können sie diese Veränderung an der Konsistenz der Pferdeäpfel, diese sind mehrere Tage unförmig und riechen säuerlich.

Gerade jetzt im Frühjahr ist daher besondere Vorsicht geboten, da der Fruktangehalt in den Gräsern am höchsten ist.  Der Fruktangehalt ist witterungsabhängig. Kalte Nächte und sonnige Tage erhöhen das Risiko, bei schlechter Witterung sinkt es. Abgegraste oder abgemähte Weiden sind ebenso gefährlich, weil die Fruktane in den Halmen sitzen. In kurzen Gräsern ist die Konzentration besonders hoch.

Ein gutes Stück Sicherheit bietet der stundenweise und befristete Weidegang. Es kann sinnvoll sein, in der frühen Weidezeit (April, Mai, Juni) die Nachmittage zu nutzen und auf jeden Fall die Vormittage zu meiden. Im Juli, August und September sollten Sie Ihren Pferden Weidegang in den Vormittagsstunden gönnen.

Eine besondere Weidepflege (z.B. Stickstoffdüngung) kann dazu beitragen, den Fruktangehalt zu senken. Hierzu erhalten Sie auch bei den landwirtschaftlichen Versuchanstalten Informationen. 

Hatte Ihr Pferd Reheprobleme? Wie und mit welchem Erfolg wurde es behandelt? Schreiben Sie an 
info@huf24.com

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