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Huforthopädie
Michael Strussione
Huforthopäde DHG
Seit 2000 in Rheinland-Pfalz
und Hessen
 Telefon +49 (0) 6128 609678

Hufschuhe
Genagelt/Geklebt

Hufschutzarten

 

Die Frage nach dem passenden Hufschutz beschäftigt Hufexperten und Pferdebesitzer gleichermaßen. Auch wir möchten Ihnen die Suche nach der pauschalen Antwort vereinfachen, besser noch ersparen – es gibt sie nicht.

Vielmehr bestimmen der reiterliche Einsatz und die Haltungsbedingungen über Notwendigkeit und Art eines Hufschutzes.

Lassen Sie uns einmal die Nutzung der Pferde früher und heute vergleichen. Früher wurde das Pferd als  Arbeitstier und Transportmittel (Landwirtschaft, Militär, Transport) eingesetzt. Häufig mussten die Tiere 10 oder mehr Stunden harte Arbeit leisten.

 Im Einsatz als Sport- oder Freizeitpferd sind die meisten Pferdeheute  maximal 1-2 Stunden in Reitbahn oder Gelände ‚auf den Hufen’, den Rest des Tages verbringen sie dann in Boxen oder im Offenstall/Auslauf. Dies bedeutet de facto, dass Pferde in der Gegenwart seltener einen Abriebschutz benötigen, weil sie entweder seltener oder unter anderen Bedingungen genutzt werden.

Dabei lagen die Entwickler des ersten Abriebschutzes schon gold richtig. Bereits vor ca. 3.000 Jahren wurde eine Art Hufschuh eingesetzt. Der Mensch versuchte verschiedene Materialien in Sandalenform an den Pferdehufen zu befestigen. Erst vor ca. 500 Jahren kam der bis heute überlieferte genagelte Eisenbeschlag zum Einsatz.

Obwohl sich die Nutzung der Pferde so grundlegend verändert hat, ist das Prinzip des genagelten Eisenbeschlags vielerorts noch nicht in Frage gestellt worden.

Wäre es nicht zeitgemäß, einen Abriebschutz dann zu nutzen wenn es erforderlich ist? Wäre es nicht viel gesünder für die Pferdehufe, wenn ein flexibler und stoßdämpfender Beschlag für den Extremeinsatz zur Verfügung steht?

Es hat sich vieles geändert!

Lassen Sie uns zuallererst einmal analysieren, welche Hufschutzarten es denn überhaupt gibt und vor allem, welche Eigenschaften lassen sich zuordnen...

 

Permanenter Hufschutz:

 

Genagelte Eisenbeschläge
Genagelte Kunststoffbeschläge
Geklebte Kunststoffbeschläge
Geklebte Alu-/Eisenbeschläge

Eigenschaften:

Der Hufschutz befindet sich am Huf, auch wenn er gar nicht benötigt wird.

Nagellöcher bieten ideale Eintrittspforten für Keime und Bakterien, das Hufhorn kann nachhaltig geschädigt werden.

Starre Beschläge beeinträchtigen die Beweglichkeit der Hornkapsel massiv.

Vibration und Klirreffekt beim Eisen.

Keine Möglichkeiten einer sinnvollen und schonenden Hufkorrektur (alle 6 Wochen ad hoc).

Verschiedene Hufkrankheiten werden bei starren Beschlägen begünstigt.

Geklebte Hufschutzarten begünstigen häufig die Entstehung von Fäulnisherden (schlechte Reinigungsmöglichkeit).

 

Temporärer Hufschutz

 

Hufschuhe und Krankenschuhe

Eigenschaften:

Der Hufschutz wird immer dann eingesetzt, wenn ein Schutz erforderlich ist, den Rest der Zeit kann das Pferd alle Vorteile des Barhuf-laufens genießen.

Der Huf wird nicht im natürlichen Wachstum und der Funktion eingeschränkt.

Keine Nagellöcher.

Gute Dämpfungseigenschaften und somit Schonung von Knochen, Sehnen, Bändern und Gelenken.